Auf der Suche nach dem richtigen Käfig für seine Hamster muss man sich für eine Bauart entscheiden. Typische Käfigbauarten sind Terrarien, Gitterkäfige und Mischkäfige. Optimalerweise wird ein Mischkäfig die Vorteile der Terrarien und Gitterkäfige in sich vereinen.

In diesem Beitrag möchten wir etwas genauer auf die Vor- und Nachteile von Gitterkäfigen eingehen.


Vorteile:

  • Gitter sorgen für eine ausgesprochen gute Luftzirkulation. Man sollte aber gerade deshalb darauf achten, dass der Hamster keiner Zugluft ausgesetzt ist.
  • Bei hohen Temperaturen im Sommer wird das Käfiginnere kaum erhitzt.
  • Der Hamster kann sein Herrchen / Frauchen durch die Gitterstäbe hören, riechen, anschnuppern und anknabbern und hat somit einen persönlicheren Kontakt. Dies ist besonders nach der Anschaffung bzw. bei der Eingewöhnung eines neuen Hamsters von Vorteil.
  • An den Gittern kann man ohne viel Aufwand Zubehör, wie z.B. Trinkflaschen, Knabberstangen, Leitern, und Käfigebenen, befestigen.

Nachteile:

  • Gitterstäbe provozieren stereotype Verhaltensweisen. Hat der Hamster unzureichende Beschäftigungsmöglichkeiten (z.B. fehlende Laufräder oder regelmäßige Umgestaltung der Inneneinrichtung), wird er ziemlich schnell am Gitter nagen. Da viele Hamsterbesitzer dieses Verhalten kennen, wird es oft als normal angesehen. Dies ist es jedoch definitiv nicht.
  • Verfügt der Käfig über mehrere Etagen oder Zwischenebenen, sind die Böden handelsüblicher Käfige oft ebenfalls aus Gitterstäben, was für den Hamster sehr gefährlich werden kann.
  • Ist der Unterkasten / die Bodenwanne nicht hoch genug, wird der Hamster viel Freude daran haben, das Einstreu aus dem Käfig ins Zimmer zu befördern. Eine Verschmutzung und mehr Arbeit sind somit vorprogrammiert.
  • Die Bodenwanne ist fast immer zu flach. Das Einstreu kann nie so hoch eingefüllt werden, dass der Hamster seinen Buddeltrieb ausleben kann.
  • Gitter sind oft mit Lacken oder Gummi versehen. Man kann nie sicher sagen, dass diese Stoffe für den Hamster ungefährlich sind. Knabbert er an den Gitterstäben, kann das böse Folgen für ihn haben.

Das bedeutet allerdings nicht, dass wir Gitterkäfige nicht empfehlen würden. Die meisten der aufgezählten Nachteile lassen sich bereits durch die Auswahl eines geeigneten Hamsterkäfigs, andere Punkte durch artgerechte Hamsterhaltung vermeiden. Die Vorteile sprechen für sich.

Fotos unseres zweiten Käfigs könnt ihr euch in unserer Bildergalerie anschauen.


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Autor des Artikels: Fabian

Seit Juni 2008 betreibe ich mit Katrin myCampbell.de. Wenn ich hier nicht blogge, bin ich Web-Entwickler, spiele E-Gitarre und Trompete und genieße mein Leben als Wahl-Berliner.

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2 Kommentare zu “Gitterkäfige für Hamster: Vor- und Nachteile”

  1. Steffen C. sagt:

    Wegen den Lacken am Gitter mache ich mir auch Sorgen, unser Hamster nagt da ziemlich viel davon weg…

  2. Fabian sagt:

    Nicht böse gemeint (ging uns auch so). Man denkt da anfänglich oft nicht so sehr drüber nach. Der Hamster kostet 5 – 15 EUR. Aber das Drumherum für eine artgerechte Haltung geht auch bei so einem kleinen Tier schnell ins Geld. Wenn du dir wirklich Gedanken um die Gesundheit deines Hamsters machst, solltest du irgendwann die Reißleine ziehen und dich nach nem ordentlichen Käfig umschauen. Es gibt ja auch gebrauchte…

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