24.11.2009
Sind Hamster für Kinder geeignet?

Vor ein paar Tagen hatten wir bereits auf die diebrain.de-Aktion “Keine lebenden Tiere unter den Weihnachtsbaum” hingewiesen. Heute möchte wir das Thema noch etwas vertiefen und uns / euch fragen, ob Hamster für Kinder überhaupt geeignet sind.
Unabhängig davon, dass man manche Hamsterarten unter bestimmten Voraussetzungen auch in kleinen Gruppen halten kann, sind sie doch eher Einzelgänger und mögen auch keinen allzu intensiven Kontakt mit dem Menschen. Sie sind klein, kuschelig, oft zutraulich, aber keine Kuscheltiere. Kinder wollen mit den putzigen Fellklopsen aber schmusen und verstehen dann vielleicht nicht, dass ihre Annäherungsversuche abgelehnt werden. Behandeln sie den Hamster zu grob, können Kinder ihm dann leicht Schmerzen oder gar Verletzungen zufügen.
Hamster haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von zwei bis drei Jahren. Das Kind wird also ziemlich schnell mit dem Verlust des kleinen Freundes konfrontiert, was vielleicht nicht ganz so einfach und nur mit Unterstützung der Eltern zu verkraften ist.
Ein weiterer Punkt, der zu bedenken ist: Kinder wechseln oft ihre Meinung, verlieren heute das Interesse an dem, was gestern noch total spannend war. Ist der Hamster aber erst einmal angeschafft, muss er gepflegt werden. Täglich frisches Wasser und Futter, regelmäßiges Reinigen des Käfigs, Beschäftigung, Auslauf, vielleicht auch Tierarztbesuche.
Liebe Eltern, wenn ihr euren Kindern trotzdem einen Hamster kaufen möchtet, seid euch darüber im Klaren, dass ihr somit ein weiteres “Kind” in die Familie aufnehmt und selbst viel Verantwortung tragt. Das muss euch schon vor dem Kauf eines Hamsters bewusst sein. Dann habt ihr ganz bestimmt auch viel Freude mit dem kleinen Racker!
Wie seht ihr das? Sind Hamster für Kinder geeignet? Was muss erfüllt sein, dass eine Freundschaft zwischen Kind und Hamster funktioniert?
Foto: k.Akagami
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Ich denke, dass Hamster gut für Kinder geeignet sind. Zu jung sollte ein Kind sowieso keine Verantwortung über das Leben von Lebewesen haben. Sie sollten sich auch nur unter Beobachtung mit Tieren beschäftigen (zur Sicherheit der Tiere^^). Aber ab einem bestimmten Reifegrad (das kann 8 Jahre sein aber bei vielen auch 30) sollten Kinder auch ein Haustier haben. Der Hamster ist ein gutes “Anfängermodel”^^. Nicht weil man denkt, der is klein und man muss sich net um ihn kümmern, sondern weil, wie du schon sagst, er eine nicht allzu hohe Lebenserwartung und auch keine zu geringe hat und Kinder schnell ihre Bedürfnisse wechseln. So lernt ein Kind sich um jemanden zu kümmern (und mal einen Tag die Fellnase in Ruhe zu lassen is auch kein Beinbruch), Verantwortung zu übernehmen, Sachen machen, die einem gerade nicht passen (am Wochenende,wenn alle draußen spielen sich etwas zeit zu nehmen und den Käfig zu reinigen) und mit dem Tod umzugehen. Mein erstes Haustier war ein Meerschwein. Ich hab es zu früh bekommen und es hat arg lang gelebt. Ich denke ein Hamster wäre besser gewesen, um auch das “Verabschieden” zu lernen. Von daher bin ich für Hamster für Kinder. Sucht aber bitte gemeinsam mit euren Kindern Hamster aus und nicht einfach als Geschenk kaufen. Und denkt daran, es ist eher euer Tier, dass eure Kinder zu 100% nutzen KÖNNEN. Wenn es dem Tier schlecht geht oder Verletzungen hat oder der Käfig stingt wie ein Kuhstall im Hochsommer, dann ist es eure Schuld. Den die Eltern haben die “Fürsorgepflicht” (dann auch für Hamster). Also ist es eigendlich eher immer das Tier von Erwachsenen (entweder Eltern mit Kindern oder nur Kinder, die schon etwas reifer sind).
Ich denke dass es kaum Tierchen gibt die für Kleinkinder wirklich gut sind, es gibt nicht viele Katzen oder Hunde die sich alles von den Kindern gefallen lassen und dann passiert viel zu schnell etwas. Ab einem gewissen Altergrad steht es Kindern frei, ob sie ein Haustier möchten oder nicht wenn sie aber eins möchten sollten sie sich auch um das Tierchen kümmern müssen, egal ob die Reinigung oder die Fütterung, natürlich auch unter Aufsicht.
Nicht jedes Kind ist tierlieb und nicht jeder Mensch liebt Tierchen wie wir, darum sollte es auch Kindern freigestellt sein, ob sie Verantwortung über ein Tier übernehmen oder auch nicht.
Den Verlust eines Lebewesens lernen Kinder auch so.
Liebe Grüße
Lexi
Achja noch ein Nachtrag (sorry *g*) das Bildchen ist einfach supersüß!!
Lg Lexi
Ich hatte selbst jahrelang Hamster und auch diverse Hamsterarten in Urlaubspflege und meiner Meinung nach gibt es kaum ein ungeigneteres Haustier für Kinder wie einen Hamster.
Die Tierchen haben eine kurze Lebenserwartung, werden dann langsam munter, wenn die Kinder eigentlich schon im Bett sein sollten (hatte einige Hamster, die vor Mitternacht nicht wach wurden) und man kann einfach wenig mit ihnen anfangen. Hamster sind toll um sie zu beobachten – obwohl es da durchaus auch Tiere gibt, die sich erst zeigen, wenn niemand im Raum ist – aber richtig “spielen” kann ein Kind damit nicht. Insgesamt ist meiner Meinung nach, eh kein Tier richtig gut für Kinder geeignet. Die Eltern sollten sich immer bewusst sein, dass sie sich um den neuen Familienzuwachs kümmern müssen, da Kinder viele Dinge auch nicht richtig einschätzen können (z.B. ob ein Tier krank ist). Aber wenn es denn ein Kleintier sein soll, dann würde ich zu zwei Kaninchen tendieren. Die sind relativ robust und lassen sich auch nicht alles gefallen, so dass sie auch mal beißen bzw. kratzen können, wenn ihnen was gegen den Strich geht.
Das ist eine schwierige Frage… auf der einen Seite habe ich erst vorgestern meiner Mutter und meinem kleinen Bruder (13) strickt von einer Hamster-Anschaffung abgeraten, auf der anderen Seite hatte ich allerdings selber als Kind (ich war ca. 10 Jahre alt) einen Teddyhamster mit dem ich erstens sehr gut klar gekommen bin und zweitens er auch relativ alt geworden ist (knapp über 3 Jahre).
Ich denke man kann über so etwas einfach keine verallgemeinernde Aussage treffen, denn jedes Kind ist nun mal anders.
Meinem kleinen Bruder allerdings traue ich bei aller Liebe, die Pflege und Fürsorge für so ein kleines Geschöpf einfach noch nicht zu. Ich war hingegen schon mit 10 Jahren deutlich reifer als er und wollte und konnte auch die Verantwortung übernehmen. Dazu gehörte natürlich auch, dass ich mir freiwillig Hamster-Bücher gekauft habe um mich über meinen kleinen Freund so gut es eben ging zu informieren.
Natürlich war es doof, den Hamster fast immer nur dann zu Gesicht zu bekommen, wenn ich ins Bett musste, aber das habe ich verstanden und auch akzeptiert. Ansonsten sehe ich zwischen einem Hamster und einem anderen “Haustier” keinerlei Unterschiede. Ein “Haustier” im allgemeinen ist nun mal kein Spielzeug und das gilt für eine Katze genauso wie für einen kleinen Hamster.
Guten Abend!
Ich habe alle vorangehenden Kommentare gelesen und teilweise war ich überrascht. Es muss nicht sein, dass Hamster das ungeeignetste Haustier für Kinder sind!
Ich selbst bin 14 und hatte schon vier Zwerghamster (drei Dsungaren und einen Roborowksi) und habe heute meinen Fünften bekommen (Campbell)… Den ersten hatte ich mit etwa 6 Jahren – und er hat sage und schreibe vier Jahre gelebt, das ist ein beachtliches Alter, auch bei professionellen Züchtern. Der Hamster hatte zwei Tumore und musste jeden Abend gespritzt werden, aber er war nicht unglücklich und ich habe ihn nie als Spielzeug betrachtet, das Interesse habe ich auch nicht verloren.
Dazu muss man aber auch sagen, dass nicht jeder 6-Jährige liebevoll zu Tieren ist, das Interesse bewahrt und das Glück hat, einen extrem lieben, von Anfang an zahmen Hamster zu bekommen.
Außerdem musste meine Mutter letztendlich die “unangenehmen” Aufgaben übernehmen, z.B. den Käfig zu säubern und eben die Spritzen zu geben. In dem Sinne müssen sich ALLE Eltern, die ihren Kindern die Hamsterhaltung erlauben wollen, erst einmal richtig erkundigen, einschätzen, ob das Kind reif genug ist und damit rechnen, die meiste Arbeit machen zu müssen…
Aber einen Hamster zu kaufen, nur, damit das Kind lernt, mit dem Tod zu leben, finde ich assozial dem Tier gegenüber, und auch dem Kind. Ich kannte den Tod schon lange vor meinem ersten Hamster, damit wird jeder früher oder später konfrontiert, Hamster oder nicht.
So viel dazu^^
Hallo,
hier gehen die Meinungen ja recht weit auseinander.
Ich denke, da es unter Aufsicht ist und ich aufpasse, ist es so i.O. Dem Hamster passiert nichts und Joel lernt die Tiere lieben.
Ich denke, das wichtigste ist bereits gesagt worden. Da jeder Mensch einen anderen Charakter hat, muss man es individuell entscheiden. Ich bekam meinen ersten Hamster zum 9. Geburtstag. Meine jüngste Schwester bekam Hannchen mit 5 1/2 Jahren zu Weihnachten. Sie war 1 Jahr als ich meinen ersten Hamster bekam und hat ihn geliebt. Genauso jetzt mein Sohn, der auch bald ein Jahr wird. Er ist absolut begeistert, wenn er den Hamster im Käfig sieht und krabbelt immer wieder hin, auch wenn der Hamster nicht da ist. Ich hab nun eine große Kiste davor gestellt, damit er nicht immer vor Freude auf den Käfig hauen kann. Wir haben schon sein Händchen genommen und ihn damit dann vorsichtig den Hamster streicheln lassen. Das war ein Vergnügen.
Meine Schwester und mich halte ich ebenfalls für reif genug, als wir damals unsere Hamster bekamen.
Das Problem sehe ich ehr darin, dass meine Eltern sich ihrer Verantwortung nicht in dem Maße bewusst waren. Klasr haben sie uns angehalten, den Käfig zu säubern und zu füttern. Aber es wurde halt auch von ihnen ab und an vergessen. Den größten Makel sehe ich aber darin, dass sie sich nciht informierten. So lebten mind. 10 Hamster in Hamsterknästen. (Nacheinander, nciht gleichzeitig).
Mit der entsprechenden Unterstützung unserer Eltern wäre es absolut in Ordnung gegangen, bei meiner Sis und mir, dass wir als Kinder Hamster hatten.
Die Hauptverantwortung liegt bei den Eltern, die sich informieren müssen, und die richtige Einstellung haben, dass auch durchzusetzen,w as sie erfahren Prinzipien an die Kinder weiterzugeben. Wenn ich meinen Sohn für alt genug halten, wird er ein Tier (Hamster, Kaninchen, Meeris etc. – was er möchte) aus dem Tierschutz bekommen. Ich bin mir dessen bewusst, dass es eigentlciuh mein Tier sein wird, mit dem er sich dann befassen darf. Mit dem Alter wird ein Kind lernen, mehr aufgaben zu übernehmen.
Ich erinnere mich noch an ein Gespräch mit meiner Mutter. Ich weiß nicht mehr, in welchem Zusammenhang es war, aber ich meinte, dass mein Hamster doch sicher sehr teuer war. Ihre Antwort darauf war, dass das Tier eigentlich nicht viel kostet, sondern der Käfig das teuerste war. Das konnte cih damals absolut nciht verstehen. Das bisschen Plaste im Käfig kann doch nicht so viel kosten. Teuer muss doch der Hamster sein, der schließlich ein Lebewesen ist.
Heute weiß ich, dass es einfach im doofen Kapitalismus so ist, dass das Tier als günstig zu produzierende Wahre gesehen wird. Ich denke, ich hatte damals genau die richtige Einstellung, trotz meienr jugnen Jahre, und diese Einstellung habe ich noch immer.
Also ich persönlich finde nur teilweise, dass Hamster geeignet sind für Kinder.
In der Praxis sind wir schon dazurüber gegangen, dass wir Ratten wenn empfehlen. Wir haben auch eine Patientenbesitzerin die keinen übertriebenen und überflüssigen ekel vor Ratten hat und sie ihren Kindern geholt hat.
Meine nichte hatte damals auch einen heiden Spaß an meinen Ratten.
Finde ich immer noch am sinnvollsten. Bei kleinen Kindern denke ich, dass sie was mit ihren Hamstern machen wollen und abgesehen von Zwerghamstern sind Goldhamster rein Nachtaktiv und wenn die geweckt werden, bedeutet es nicht nur Stress, sondern sind auch Krankheitsanfälliger. Muss man immer abwägen.
Meine Hamster sind auch am Tag viel aktiv und wären geeignet. Doch wie gesagt, man muss es abwägen.
Ich möchte nur kurz einwerfen, dass auch kaninchen ganz und gar für kinder ungeeignet sind. davon abgesehen dass man kaninchen frei in der wohnung halten sollte (wer sperrt seine katze in einen käfig) um ihren ansprüchen gerecht zu werden, mögen es die tiere überhaupt nicht hochgenommen und rumgetragen zu werden. manche lassen sich streicheln, manche mögen es gar nicht. leider sind die meisten kaninchen psychisch gebrochene wracks, aufgrund von käfigknast-haltung, meist sogar ein leben lang alleine. es ist schlimm dass kaninchen immer noch das schlachjttier-image haben die keine ansprüche und bedürfnisse haben. dabei sind es sehr komplexe und anspruchsvolle tiere die man nicht einsperren darf bzw als kuschelopjekt missbrauchen.
Ich muss dazu sagen: Einem Kleinkind unter 8 oder 9 Jahren würde ich einen Zwerghamster nicht anvertrauen. Oftmals ist es für sie noch schwer zu begreifen, warum sie tagsüber den Hamster nicht rausholen dürfen oder warum der Hamster nicht schmusen mag. Ich glaube auch, dass ihre Motorik oftmals noch “zu grob” ist für den Hamster. Ich habe auf meinem Blog meinhamster.com auch einen Artikel über Zwerghamster und Kleinkinder geschrieben; dieser geht die nächsten Tage online und befasst sich mit mit eben diesem Thema.
LG
Melanie & Scrat
Ein Haustier, egal welches, betrachte ich als ein Familienmitglied mit besonderen Bedürfnissen, denen die anderen gerecht werden müssen. Das Tier im Haushalt ist auf den Menschen angewiesen, von der möglichst artgerechten Haltung und Behandlung durch die menschlichen Familienmitglieder abhängig. Das Tier ist weder Ware noch Spielzeug und eine Haltung in menschlichen Behausungen ist nie völlig artgerecht. Wir können aber ein Mindestmaß an Behaglichkeit für unsere Tiere schaffen, indem wir uns gut informieren und dann im Sinne des Tieres verantwortlich handeln. Da muss dann das eigene Vergnügen öfter mal an zweite statt an erste Stelle rücken – ein wichtiger Bestandteil vom Verantwortung-für-Schwächere-übernehmen-lernen, ein Lernen, wichtig für alle Kinder von 3-99, ich schließe mich ausdrücklich ein.